Das klassenübergreifende Leseprojekt „Zäme läse“ haben wir in diesem Schuljahr an beiden Schulstandorten durchgeführt.
In Gerzensee waren die Kinder der 2./3. Klasse und die Jugendlichen der 8. und 9. Klassen beteiligt. Ein kurzer Bericht mit Fotos ist in der Seepost-Ausgabe April 2026 erschienen.
In Kirchdorf haben sogar vier Klassen, nämlich beide 1./2. Klassen und 5./6. Klassen beim Leseprojekt mitgemacht.
Alle 1./2. Klasskinder haben eine „Gotte“ oder einen „Götti“ in der 5./6. Klasse. In diesen Gotte-Götti-Teams trafen sich die Kinder schon zu diversen anderen klassenübergreifenden Aktivitäten. Auch das „Zäme läse“ fand in diesen Teams statt, um die so entstandenen Beziehungen zu festigen. Es war ein grosser Vorteil, dass sich die Kinder schon ein bisschen besser kannten und sich diesmal gemeinsam ganz auf das Lesen einlassen konnten.
Die Lesefertigkeiten der Kinder in den 1./2. Klassen sind sehr unterschiedlich. Die Kinder der 1. Klassen stehen noch mitten im Leselernprozess; einige Buchstaben wurden erst kürzlich gelernt und müssen fleissig gefestigt werden. Die Verbindungen von Buchstaben zu ganzen Wörtern und Sätzen stellt für Leseanfänger eine Höchstleistung dar. Das laute Lesen braucht viel Mut und das Lesetempo ist noch zaghaft. Eine fragile Angelegenheit!
Es brauchte viel Geduld, Flexibilität und Wertschätzung, um sich auf das Leseniveau der jüngeren Leserinnen und Leser einzulassen. Die 5./6. Klasskinder haben dies super gemeistert. Sie haben ihre Gotte-Götti-Kinder individuell unterstützt und motiviert. Bravo!
Jedes gemeinsame Lesen haben die Schülerinnen und Schüler im Leseheftli dokumentiert und Rückmeldungen gegeben.
Die Rückmeldungen zum gesamten Leseprojekt fielen insgesamt sehr positiv aus:
Die meisten Kinder möchten noch mehr und noch länger „zäme läse“. Sie schätzten die Zeit miteinander, die Abwechslung im Schulalltag und die verschiedenen Lesemethoden. Einige Kinder stellten Fortschritte beim Lesen fest und die Gotten und Göttis spürten, dass sie ihren Schützlingen helfen konnten.
Auch das gemeinsame süsse Znüni trug zum guten Abschluss des Projektes und zu fröhlicher Stimmung bei.